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Ein chirurgischer Eingriff: die Implantation

Die Implantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei welchem dem Patienten zumeist unter örtlicher Betäubung - wenn gewünscht auch unter Vollnarkose - ein Implantat oder mehrere Implantate völlig schmerzfrei  in den Kieferknochen eingesetzt werden. Dabei wird zunächst die Schleimhaut über dem Kieferknochen mit einem kleinen Schnitt geöffnet. Danach wird mit einem Bohrer schonend das Implantatbett geschaffen (1.), in das das Implantat fest verankert wird (2.). Abschließend wird der entsprechende Zahnersatz (s. auch Das Implantat ) auf das Implantat aufgesetzt (3./4.). Je nach  Behandlung und Heilphase dauert es 2 bis 6 Montate bis ein Implantat voll belastbar ist.


1. Kann bei Ihnen eine Implantation vorgenommen werden?

Grundsätzlich kann bei jedem Patienten eine Implantation durchgeführt werden, es sei denn es sprechen folgende Indikationen dagegen:

  • Der Patient leidet unter Knochentumoren und/oder Knochenerkrankungen
  • Der Patient leidet an einer Diabetes, die als instabil und nicht richtig eingestellt zu bezeichnen ist
  • Der Patient hat gerade eine Bestrahlung oder Chemotherapie hinter sich
  • Der Patient ist unter 16 Jahre (Mädchen) bzw. unter 18 Jahre (Jungen) alt
  • Der Patient konsumiert Drogen

  • Sofortige Implantation (sofort nach der Zahnentfernung)
  • Verspätete Implantation (4-6 Wochen nach der Zahnentfernung)
  • Späte Implantation (beliebig späterer Zeitpunkt)

2. Welche Voraussetzungen müssen vor einer Implantation erfüllt sein?

Sollte nicht genügend Knochen für die sichere Verankerung eines geeigneten Implantats zur Verfügung stehen, muss zusätzlicher Knochen oder industriell hergestelltes Knochenersatzmaterial angelagert werden. Je nach individueller Ausgangssituation gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Knochenaufbaus:

  • Bei geringen Mengen kann Knochen während der Operation gewonnen werden (Knochenmehl, das beim Bohrvorgang in speziellen Filtern aufgefangen wird).
  • Bei kleineren Defiziten können wir heute auf Knochersatzmaterialien zurückgreifen.
  • Bei größerem Knochenbedarf kann aus knochenreichen Regionen des Unterkiefers Knochen entnommen werden.
  • In sehr seltenen Fällen kann sogar die Entnahme eines Knochenspans aus dem Beckenknochen notwendig werden. (Diese OP führen wir nur im St. Vinzenz Krankenhaus Altena unter Vollnarkose mit der Möglichkeit der stationären Aufnahme durch!)

Bildergalerie

Hier können Sie sich Videos mit 3D-Animationen zum Thema Knochenaufbau anschauen:

Diese zusätzlichen Eingriffe sind in der Regel gefahrlos, können aber durchaus mit postoperativen Schmerzen und Schwellungen einhergehen. Der gewonnene Knochen oder das Knochenersatzmaterial wird dann an der gewünschten Stelle (Kieferhöhlenboden beim sog. Sinuslift, Knochenwanddeffekte um das Implantat) eingebracht und mit einer Art Folie (Membran) so geschützt, dass ein ungestörte Einheilung des Knochens erfolgen kann. Mittlerweile werden hierfür meist Membranen verwendet, die vom Körper vollständig abgebaut werden. Eine Entfernung ist dann nicht mehr notwendig.


3. Welche Arten der Implantation gibt es?

Ausgehend von der Zahl der zu ersetzenden Zähne gibt es unterschiedliche Therapieansätze. Welche für Sie in Frage kommt, entscheiden wir in der Beratungsphase vor der Implantation. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Ersatz einzelner Zähne: an die Stelle eines fehlenden Front- oder Seitenzahns wird ein Implantat im Kieferknochen verankert und eine entsprechende Suprakonstruktion aufzementiert.
  • Ersatz mehrerer Zähne: an die Stellen mehrerer fehlender Front- und/oder Seitenzähne werden Implantate im Kieferknochen verankert und entsprechende Suprakonstruktionen aufzementiert.
  • Stabilisierung von Zahnprothesen: über den Einsatz von mindestens zwei bis maximal sechs Implantaten in den jeweiligen Kieferknochen werden Zahnprothesen fest im Kiefer verankert. Vorteil: kein Wackeln, keine Druckstellen, kein Knochenrückgang und eine erheblich verbesserte Ästhetik.
  • Festsitzender Ersatz aller Zähne: über den Einsatz von mindestens fünf (Unterkiefer) bis mindestens sechs (Oberkiefer) Implantaten werden alle Zähne ersetzt. Dieser Zahnersatz kann und braucht von Ihnen nicht heraus genommen werden.

Bildergalerie

 

4. Wann erfolgt die eigentliche Implantation?

  • Sofortige Implantation (sofort nach der Zahnentfernung)
  • Verspätete Implantation (4-6 Wochen nach der Zahnentfernung)
  • Späte Implantation (beliebig späterer Zeitpunkt)

5. Welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Narkose gibt es?

Eine Implantation in unserer Praxis verläuft für Sie in jedem Fall  schmerzfrei. Es gibt unterschiedliche Arten der Schmerzausschaltung, über die wir Sie gerne vor der OP beraten:

  • Lokalanästhesie
  • Vollnarkose (nur im Krankenhaus)

6. Wie können Sie nach der OP Komplikationen vermeiden?

Was Sie direkt nach der OP beachten müssen, haben wir für Sie in einer Informationsbroschüre zusammengestellt:  <media 425 - document>Verhaltensregeln nach Implantationen</media>

Darüber hinaus weisen wir Sie detailliert in die richtige Pflege ihrer Rekonstruktionen ein. In unserem Fachlabor werden die Arbeiten so geplant und hergestellt, dass sie optimal zu pflegen sind. Trotzdem bleiben Ablagerungen durch den täglichen Gebrauch auf den Oberflächen zurück. Unser qualifiziertes, durch die Zahnärztekammer geschultes Fachpersonal steht Ihnen für die regelmäßige professionelle Reingung jederzeit zur Verfügung - damit ihre hochwertige Versorgung ein Leben lang hält.


7. Was kosten Zahnimplantate?

Je nach Krankenversicherung gibt es Unterschiede in der finanziellen Bezuschussung:

  • Private Kassen: Erstatten im Rahmen des Tarifs, der von Ihnen ausgewählt wurde
  • Gesetzliche Kassen: Geben fallbezogene Festzuschüsse

Die Gesamtkosten richten sich nach dem Umfang und der Ausführung der Versorgung und variieren demenstprechend. Sie setzen sich aus folgenden Einzelposten zusammen:

  • Honorar für den Implantologen
  • Kosten der Zahntechnik und
  • Kosten für die Implantate bzw. Verbrauchsmaterialien

Die Kosten einer implantologischen Behandlung richten sich nach der Ausgangssituation und dem nötigen Behandlungsaufwand. Da es auch für die benötigte Zahntechnik unterschiedliche Lösungsansätze gibt, müssen die Kosten im Vorfeld durch einen individuellen Heil-und Kostenplan berechnet werden. Eine hochwertige Zahnbehandlung muss sich heute aber niemand mehr vom Munde absparen: Teilzahlungen sind möglich - www.dzr.de .

Sprechen Sie uns an - wir erstellen Ihnen gerne einen individuellen Kostenplan im Rahmen unserer  Beratung .

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