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Füllungstherapie

Für Füllungen stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Um den Bedarf richtig einzuschätzen ist der Einsatz einer Mini-Kamera für uns selbstverständlich.

I. Direkte Füllungen (Füllungen werden direkt und in einer Sitzung hergestellt und eingesetzt):

1. Komposit-Mehrschichtfüllungen

Die zahnfarbene Kunststoff-Mehrschichtfüllung ist eine gängige Behandlungsalternative zur Amalgamfüllung auf Krankenschein. Bei dieser aufwändigen "Schmelz-Dentin-Adhaesiv-Technik" (SDA) wird das plastische Komposit-Material direkt im Zahn verarbeitet - und Schicht für Schicht mit einem Speziallicht gehärtet. Damit wird eine Materialschrumpfung weitgehend vermieden und eine lückenloser Randschluss zum Zahn gewährleistet. Eine besondere Befestigungstechnik verbindet Zahn und Füllungsmaterial sicher miteinander.

Kunststoff-Mehrschichtfüllungen sind nicht zu empfehlen, wenn die Füllungsränder in einem nicht schmelzbegrenzten Teil des Zahnes liegen oder wenn wenig Restzahn vorhanden ist. In diesen Fällen empfehlen wir Gold- oder Keramik-Inlays.

2. Compomer

Der Compomer ist ein leicht zu verarbeitender Kombinations-Werkstoff. Er wird vorwiegend für Zahnhalsfüllungen und für die Milchzahnversorgung verwendet.

3. Glasionomer

Eine Glasionomer-Füllung ist nur als zeitlich begrenzte Übergangslösung geeignet.

4. Amalgam

Wir verwenden seit Anfang 1999 in unserer Praxis generell kein Amalgam mehr. Seit vielen Jahren sind diese früher weit verbreiteten Füllungen umstritten. Amalgam ist ein Stoff, der zu über 50 Prozent aus Quecksilber besteht. Dieses kann sich im Organismus ablagern, wie verschiedene nationale und internationale Universitätsstudien belegen konnten. Daher ist es heute untersagt, Amalgamfüllungen bei Kindern unter sechs Jahren, bei werdenden Müttern und bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion zu legen.

Alternativen zu diesem, unsers Erachtens unzeitgemäßen, Füllwerkstoff sind Gold- oder, Keramik-Inlays sowie Kunststoff-Mehrschichtfüllungen.

II. Indirekte Füllungen (Füllungen werden nach einer Präparationssitzung am Patienten im Zahnlabor hergestellt werden und in einer zweiten Sitzung im Mund eingegliedert):

1. Keramik-Einlagefüllungen (Inlays)

Als hochbeständige zahnfarbene Einlage-Füllungen sind unsere Keramik-Inlays die Lösung. Die Keramik wird der individuellen Zahnfarbe angeglichen und ist dadurch von den natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden. Wir verwenden ausschließlich innovative Hochleistungskeramik (gepresste Glaskeramik).

Keramik-Inlays sind sehr haltbar und dadurch insbesondere für Seitenzähne geeignet, die einem hohen Kaudruck Stand halten müssen. Die Inlays werden mit höchster Präzision im hauseigenen Zahnlabor hergestellt und in einer zweiten Sitzung mit einem Spezialkleber im Zahn befestigt. Keramik schrumpft nicht nachträglich, so dass der Lückenschluss zum Zahn optimal erarbeitet werden kann. Der Kontakt zum Nachbarzahn und zum Zahn im Gegenkiefer wird optimal gestaltet, was die Funktion und Hygienefähigkeit stark verbessert.

2. Gold-Einlagefüllungen (-Inlays)


Sicherheit, Haltbarkeit, Passgenauigkeit oder Mundverträglichkeit: unsere Gold-Inlays erfüllen höchste Ansprüche. Ein klarer Vorteil ist, dass Gold den Eigenschaften der natürlichen Zähne (bis auf die Farbe) am ähnlichsten ist.
Die Gold-Einlagefüllung eignet sich für alle Defekte im Seitenzahnbereich. Sie wird nach einem Abdruck mit größter Sorgfalt im hauseigenen Fachlabor hergestellt und in einer zweiten Sitzung mit einem  Zement im vorbereiteten Zahn befestigt. Der Kontakt zum Nachbarzahn und zum Zahn im Gegenkiefer wird optimal gestaltet, was die Funktion und Hygienefähigkeit stark verbessert.
Unter allen zur Verfügung stehenden Materialien in der Füllungstherapie stellen Gold-Einlagefüllungen die mit Abstand langlebigsten dar.